Chronologisch:

zero 09.01

„Wir benötigen einen langen Atem"

Rot-grüne Pläne zum Endlager-Projekt:

Ja, wir haben schon das Gefühl, dass wir der anderen Seite das Geschäft gründlich versalzen haben. Das war übrigens nicht das Ziel, aber ein Nebeneffekt, den wir billigend in Kauf nehmen, um unsere Unternehmensidee zu verwirklichen. Motto: Besser Salz fördern als Atommüll lagern. Wir wollen zeigen, dass man mit dem Salzstock noch etwas anderes machen kann, als die Umwelt zu verstrahlen. Unsere Geschäftsidee wird inzwischen von über tausend Gesellschaftern unterstützt, von vielen Einzelkämpfern, Firmen und Verbänden aus aller Welt. Das beweist, dass wir auch Abnehmer für unser Produkt haben. Unsere Nachbarn sehen uns anscheinend ebenfalls als bedrohliche Konkurrenten an. Seit Gründung von Salinas versuchen sie mit allen nur möglichen politischen und juristischen Tricks, die Salzförderung zu blockieren. Das ging damit los, dass unser Antrag auf eine Pachtgenehmigung für die Salzrechte dreieinhalb Jahre auf Eis lag, bis wir mit unserer Klage vor Gericht Recht bekommen haben. Aber das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Wohlgemerkt, obwohl inzwischen ein Grüner an der Spitze dieses Bundesamtes steht. Die Sache schmort schon wieder ein Jahr vor sich hin, ohne dass etwas passiert.

 

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