by Gorleben. Interesse an dem Gorlebener Salzstock haben nicht mehr
nur diejenigen, die dort Atommüll einlagern wollen. Am Freitag
nächster Woche wird sich in Trebel die Satinas VSalzgut GmbH
gründen. Diese Gesellschaft will unter dem Motto "Wir nutzen
unser Salz selbst die Bodenschätze aus dem Gorlebener Salzstock
fördern und vermarkten. Denn anders als die Atommüll Endlager-Gesellschaft
DBE, die ihr gefordertes Salz:auf einer Halde lagert, sind die Gründer
von Salinas der Meinung, daß bundesweit ein-großes Interesse
an Gorlebener Steinsalzprodukten besteht.
Von Graf Bernstorff wurde ein direkt über dem Salzstock liegendes
rund sechs Hektar großes Grundstück einschließlich
der Salzgerechtigkeiten gepachtet. Es liegt nur . wenige hundert Meter
vom Erkundungsbergwerk entfernt, nämlich südlich zwischen
Kreisstraße und Mastenweg dort stand vor zwei Jahren das Dorf
"Castornix".
Salinas siebt sich in der Reihe der - noch nicht sehr zahlreichen
Unternehmen, die in der strukturschwachen Region Standortvorteile
nutzen, durch "pfiffige zukunftsweisende Projekte" entscheidende
Impulse zur wirtschaftlichen Entwicklung geben und damit zum "positiven
Imagewandel der Region" beitragen will, wie es in einer Presseerklärung
der künftigen Gesellschaft heißt. Die Salinas-Gesellschafter,
die, wie zuhören ist-AtomenergieGegner sind, sehen in der Gründung
ihres Unternehmens auch einen "Glücksfall für den Standort
Gorleben". Trotz der laufenden atomaren Erkundungsarbeiten im
Gorlebener Salzstock rechnen sie damit, daß ihrem Antrag auf
die Genehmigung eigener Bohrungen stattgegeben wird. Denn laut Bundesberggesetz
hat die "Ausbeutung" Vorrang vor "sonstiger Aufsuchung",
heben die Gründungsmitglieder Klaus Pohlandt und Asta von Oppen
hervor. Von Oppen wird auf der Gründungsversammlung am 16. August,
die um 20 Uhr in den Trebeler Bauernstuben beginnt als Geschäftsführerin
kandidieren. Sie ist optimisfisch, daß sich in der ökologischen
Bewegung genügend Käufer für Salz aus Gorleben finden
werden. Teile des Bohrkerns sollen "wie einst Stücke der
Berliner Mauer" unter die Leute gebracht werden.